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Einschlafhilfen und Schlafassoziationen

Einschlafhilfen und Schlafassoziationen

Beitrag vom 15. August 2022  

Einschlafhilfen sind toll! Sie helfen unseren kleinen Mäusen zuverlässig und zügig in den Schlaf zu finden und erleichtern uns den Elternalltag ein wenig.
Doch was fällt eigentlich alles unter eine Einschlafhilfe? Und wann wird es vielleicht doch eher problematisch?
Einschlafhilfen kann man zunächst in zwei grobe Kategorien einteilen – elternABhängig und elternUNabhängig.
Abhängig von uns Eltern ist alles, was unseren Einsatz erfordert, das kann das Tragen auf dem Arm sein, Hüpfen auf dem Ball, Kuscheln im Arm oder Streicheln, oder auch das Einschlafstillen.
Elternunabhängige Einschlafhilfen sind z.B. motorisierte Federwiegen, Einschlafmusik, weißes Rauschen, Pucken oder auch der Schnuller.

Es gibt viele Kinder, die wunderbar mit ihren Einschlafhilfen in den Schlaf finden und auch eine altersgerechte Zeit am Stück schlafen.

Daneben gibt es aber auch die Kinder, die sehr oft wach werden und die bei jedem Aufwachen ihre Einschlafhilfe wieder einfordern. Die Eltern können sie meistens nicht „einfach nur“ im Bettchen beruhigen und zum Weiterschlafen überzeugen, sie müssen aufstehen, wiegen, schaukeln, hüpfen oder eben stillen, mehrmals in einer Nacht. Wenn dies bei Euch auch der Fall ist, dann ist höchstwahrscheinlich eure Einschlafhilfe zu einer Schlafassoziation geworden. Dies bedeutet, dass Euer Kind das Einschlafen mit einer bestimmten Handlung verbindet, eben assoziiert, und glaubt ohne diese Hilfe nicht wieder einschlafen zu können. Wichtig: Dies muss nicht automatisch bei jeder Einschlafhilfe der Fall sein, es KANN lediglich passieren. Deswegen ist es falsch, sämtliche Einschlafhilfen von vorneherein zu verteufeln. In vielen Fällen sind sie nämlich einfach nur das, was der Name beinhaltet: eine Hilfe zum Einschlafen. Mehr nicht. Das Kind fordert sie nachts nicht weiter ein.

In den Fällen, wo die Hilfe hingegen zu einer Assoziation geworden ist, liegt es an Euch an Eltern, zu reagieren – oder eben auch nicht. Es kann sein, dass es für Euch völlig in Ordnung ist, Eurem Kind beim Weiterschlafen, auch nachts, zu helfen. Es macht Euch vielleicht nichts aus, Ihr macht es gerne. Dann müsst Ihr auch gar nichts umstellen, egal was Tante Berta oder andere Mütter auf dem Spielplatz sagen 😉 IHR entscheidet selber, welche Hilfe Ihr in welchem Umfang bieten möchtet, es ist EUER Kind und EURE Einschlafbegleitung.

Wenn es aber für Euch als Mama oder als Papa zu einer Belastung wird, weil Ihr selber ständig müde seid und nicht so oft aufstehen wollt, weil Ihr vielleicht auch wieder arbeiten geht, dann stellt Euch die Fragen: Wie genau schläft mein Kind abends ein? Was muss ich machen, damit mein Kind auch nachts wieder einschläft / weiterschläft? Im wahrscheinlichsten Fall fällt die Antwort auf beide Fragen gleich aus. Es ist völlig in Ordnung, als Elternteil zu sagen, dass man etwas verändern möchte, niemand muss seine Situation einfach so hinnehmen. Man kann beim Wunsch nach Veränderung hier ansetzen: Eine Einschlafumgebung schaffen, die der Aufwachsituation so ähnlich wie möglich ist. Mit kleinen Schritten könnt Ihr dann Schläfchen für Schläfchen Veränderungen herbeiführen.
Wenn Ihr das Gefühl habt, Ihr schafft diese Veränderung nicht alleine und es liegen vielleicht auch schon unzählige gescheiterte Versuche hinter Euch, dann kontaktiert mich für ein Infogespräch! In meinen Schlafcoachings unterstütze ich Euch auf Eurem Weg der Veränderung. Wir schauen uns Eure Einschlafsituation an, aber werfen auch einen Blick auf die Schlafenszeiten und Eure Tagesstruktur.

Kostenloses Kennenlerngespräch

By the way: der Schnuller nimmt übrigens eine Sonderstellung unter den Einschlafhilfen ein. Natürlich kann es vorkommen, dass auch der Schnuller zu einer Schlafassoziation wird, und Dein Kind mehrmals nachts Deine Hilfe braucht, um ihn wieder zu finden. Wenn es für Dich noch keine Option ist, den Schnuller abzugewöhnen, dann kannst Du Deinem Kind beibringen ihn sich auch nachts selber zu nehmen. Ab einem Alter von ungefähr 7 – 8 Monaten kannst Du anfangen zu üben, Deinem Kind tagsüber den Schnuller nur noch in die Hand zu geben. Wirst Du nachts zur Hilfe gerufen, so kannst Du konsequent daran arbeiten, die Hand Deines Kindes auch im Bett zum Schnuller zu führen und ihn sich selber nehmen zu lassen. Erfordert etwas Geduld und konsequentes Üben, aber wird sich lohnen 🙂