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Altersgerechter Tagschlaf – Warum er so wichtig ist für ruhige Nächte

Altersgerechter Tagschlaf – Warum er so wichtig ist für ruhige Nächte

Beitrag vom 22. November 2022  

Wenn es um ruhigere Nächte und entspannteres Einschlafen geht, dann ist das hier eines der Schlüsselbegriffe dazu: Altersgerechte Tagschläfchen. Es bedeutet, dass die Anzahl, aber auch die Gesamtdauer des Tagschlafes zum Alter des Kindes passen muss. Doch warum ist das so wichtig?

Ein guter und erholsamer Tagschlaf bildet die Basis für eine ruhige Nacht. Und natürlich sieht dieser Tagschlaf bei einem 5 Monate alten Baby anders aus als bei einem 18-monatigen Kleinkind!
Kinder, die tagsüber zu wenig schlafen, bauen bis zum Abend das Stresshormon Cortisol nicht genügend ab. Im Gegenteil, sind die Kleinen abends schon zu müde, schüttet der Körper noch mehr Cortisol aus – durch das Stresshormon fällt das Einschlafen vielleicht noch schwerer als sonst und auch Aufwachen und nächtliche Wachphasen können häufiger als sonst auftreten.

Vorab: Jedes Kind ist anders 😊 Es gibt Kinder, die weichen von den Durchschnittswerten ab und kommen damit wunderbar zurecht! Jedes Kind hat seinen individuellen Schlafbedarf, auch innerhalb der gleichen Altersgruppe kann es hier weit auseinander gehen. Solange Dein Kind entspannt in den Schlaf findet und auch nachts alles zu Deiner Zufriedenheit verläuft, brauchst Du Dich gar nicht mit durchschnittlichen Empfehlungen zu befassen, sondern einfach alles so weiter machen wie bisher.

Falls es bei Euch aber vermehrt zu Schwierigkeiten beim Einschlafen kommt oder Dein Kleines in Deinen Augen sehr häufig wach wird (auch hier immer prüfen, ob das Wachwerden altersentsprechend ist oder überdurchschnittlich), dann lohnt es sich eventuell, sich einmal mit den altersgerechten Wachzeiten zu befassen.
Also, was ist denn nun in welchem Alter angemessen?

Neugeborene haben oft ein kurzes Wachfenster von 30 – 45 Minuten, danach werden sie bereits wieder müde. Im Laufe des 3. Lebensmonats weitet sich dieses Fenster auf etwas über eine Stunde aus, und pendelt sich dann im 4. und 5. Lebensmonat bei ein bis zwei Stunden ein.
Ab dem 6. Monat schaffen die meisten Babys eine zweistündige Wachphase, dieses erweitert sich dann bis zum 9. Lebensmonat langsam auf 3 Stunden.
Zwischen dem 10. und dem 12. Monat sind Kinder im Schnitt zwischen 3 und 4 Stunden wach, von 13 bis 14 Monaten schaffen dann manche auch schon 5 Stunden, andere hingegen können hier immer noch bei 3 Stunden Wachphase sein. Immer individuell auf das Kind schauen!
Zwischen dem 15. und dem 18. Monat pendeln sich die meisten nun aber bei 5 Stunden ein.
Ab dem 19. Monat bis zum 2. Geburtstag erweitert sich die Wachzeit dann auf 6 Stunden.
Mit Mittagsschlaf bleibt es ab 2 Jahren bei einer 6 – 7 stündigen Wachphase. Fällt der Mittagsschlaf dann irgendwann aus, erstreckt sich die Wachphase auf entsprechend 12 Stunden.
Ohne Mittagsschlaf sollte es aber tagsüber in jedem Fall eine ruhigere Phase geben, in der gelesen, gekuschelt oder gemalt wird – und so eben 45/60 Minuten lang etwas Entspannung stattfindet.

Ob das Kind am Ende genug geschlafen hat, wird es Dir zeigen. Die Einschlafdauer sowie die Stimmung nach dem Aufwachen sind hierfür die besten Anzeichen.